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Terra Murata und das Casale Vascello

Hoch oben über dem Rest der Insel erhebt sich der Teil Procidas, der das eigentliche historische Zentrum – das alte “Herz” – darstellt, das älteste bewohnte Viertel und über lange Jahrhunderte politischen Vakuums der einzige Zufluchtsort der Insulaner: die Terra Murata. Auch wenn die Terra schon immer bewohnt und ein echtes Dorf war, so scheint sie doch mehr ein Burgberg zu sein, eine nur zu Verteidigungszwecken errichtete Festung. Auf der einen Seite von steil abfallenden Felsen geschützt, auf der anderen Seite von befestigten Mauern umgeben, hinterläßt die Terra Murata einen uneinnehmbaren Eindruck. Doch nicht nur die Mauern – die erst im 16. Jahrhundert errichtet wurden – der ganze ‘borgo’ wurde im Hinblick auf den Verteidigungsfall erbaut, um die Bewohner vor den zahlreichen Einfällen von barbarischen Völkern, Seeräubern oder Sarazenen zu schützen, die das ganze Mittelalter und bis in die frühe Neuzeit andauerten.

In der Tat kann man bei näherem Hinsehen erkennen, dass die Behausungen selbst und ihre Mauern als Schutzschild errichtet wurden: die ältesten äußeren Häuser haben hohe Mauern ohne Fenster oder andere Einlässe, sind eng aneinander gebaut und erwecken so im Betrachter den typischen abweisenden fast feindseligen Eindruck.

Ist einmal der steile Anstieg überwunden, belohnt die Terra Murata die Mühe mit ihrer einzigartigen mittelalterlichen Atmosphäre, engen Gässchen, den bunten Häusern, einer frischen Brise, die die heißen Sommermomante hier oben erträglich macht und – natürlich – einer einmaligen Aussicht über den ganzen Golf von Neapel. Von außen abweisende Festung, bietet die Terra von Innen ein ganz anderes Bild. Die Häuser sind mit den für Procida charakteristischen Öffnungen, Balkonen, Loggien, Halbbögen, Veranden und Außentreppen geschmückt und in den überall anzutreffenden Pastellfarben gestrichen. Das dominierende Gebäude ist der Palazzo d’Avalos, im 16. Jahrhundert zusammen mit den Festungsmauern von der regierenden Familie d’Avalos als Residenz errichtet. Der Palast wurde 1830 in Gefängnis umfunktioniert, das erst 1988 endgültig geschlossen wurde. Der Palazzo d’Avalos liegt heute verlassen und kann nur von außen besichtigt werden. Religiöses Zentrum Procidas ist die Abtei San Michele Arcangelo, eine benediktinische Gründung, die auf das 11. Jahrhundert zurückgeht. Mehrere Male im Laufe der Jahrhunderte zerstört und wiederaufgebaut, stammt ihr heutiges Aussehen aus dem 11.Jahrhundert. Im Inneren der Abtei sind wertvolle Altäre, Gemälde und Statuen zu bewundern, die unteren Stockwerke beherbergen einen kleinen Museumskomplex mit “Ossarium” und einer umfangreichen Bibliothek mit 8000 Manuskripten.

Wer den anstrengenden Aufstieg vermeiden und dennoch nicht auf das Schauspiel der Terra Murata verzichten möchte, kann mit der Buslinie C2, die alle 40 Minuten von der Marina Grande losfährt sein Ziel erreichen.

Das Casale Vascello
Das Casale Vascello, ein von ineinander veschachtelten und aneinanderereihten Häusern umgebener Innenhof, ist ein weiteres Beispiel von befestigtem Wohnen. Das Casale geht auf das 16. Jahrhundert zurück und ist eine der ersten Ansiedlungen außerhalb der Festung. Nur durch enge Durchlässe kann man in den Hof gelangen, einer davon von der Via Principessa Margherita ausgehend. Innen kann man eine weitere Variation der procidanischen Architektur mit Loggen und Außentreppen bewundern.

 


 



 
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